Ausstellungen in der Kilchberger Dorfscheune 

Dorfscheune Kilchberg, Tessinstr. 8, 72072 Tübingen Kilchberg

Der Verein Pro Kilchberg überlässt dem Kunstkreis Rammert die Wände für kleine Ausstellungen, verbunden mit Vernissagen oder Finissagen Erfolgsreiche Ausstellungen fanden in letzter Zeit von folgenden Künstlerinnen und Künstlern in der Dorfscheune statt: Quiltausstellung der Quiltgruppe des d.a.i. mit Karin Mader, Kilchberg - Nana Engel-Bauschert, Kilchberg - Antje Guischard-Paulweber, Kilchberg - Susanne Steiff, Kilchberg - Holzschnitte von Heiner Bauschert +, Kilchberg - HAP Grieshaber +, Reutlingen - Gerhard Burger, Ofterdingen- Bosilljka Janje+, Kilchberg - Erika Baer, Tübingen Traudl Uhl aus Lustnau " Zeichnungen und Zitate – bekannte Persönlichkeiten mit Stift und Pinsel zu Papier gebracht" Gabriele Kellner aus Rottenburg - Öl- und Acrylbilder auf Leinwand (Keilrahmen) Seidenmalerei auf Tüchern Wandmalerei (Acryl) und vieles mehr ... Elisabeth Hofius (Liesel Bock) "Älteres und Neueres" Bilder aus ihrer Jugendzeit in verschiedenen Techniken Udo Beylich aus Hirschau "Schottische Impressionen" Zeichnungen und Malerei von Eberhard Gumz "Tübingen mit Stift und Pinsel gesehen" Acrylbilder und Aquarelle von Susanne Steiff, Kilchberg Collagen „Abschied - Flucht – Neubeginn“ von Nanna Bauschert-Engel Ausstellung von Horst Antes mit Kopffüßlern und Berliner Bildern aus der Sammlung Manfred Hellstern Ausstellung von Linda Säuberlich mit Kohlezeichnungen Kilchberger Sehenswürdigkeiten und Pflanzen.

Termine

HAP Grieshaber

Der Totentanz von Basel

Originalholzschnitte aus der Sammlung Manfred Hellstern

in der Dorfscheune Kilchberg, Tessinstraße 8, und

im Gemeindehaus der evangelischen Kirche, Tessinstraße 2

Sonntag, 27. März 2022, 17 Uhr, davor

Scheunencafé ab 14.30 Uhr

Begrüßung: Karin Revellio

Einführung: Dagmar Waizenegger, Leiterin Fachbereich Kunst und Kultur, Stadt Tübingen

Musikalische Gestaltung:

 Dr. Katja Kuhn und Dr. Ulrike Dankwardt, Querflöten

 

 

Öffnungszeiten Dorfscheune

§  Am 27.3  Scheunencafé. ab 14.30 Uhr und Vernissage ab 17 Uhr

§  Nachmittagscafé am 7.4. von 15 bis 18 Uhr

§  Vortrag Prof. Wolfgang Urban am 8.4. um 19 Uhr, Dorfscheune und Pfarrhaus vor und nach dem Vortrag geöffnet

§  Scheunencafé am 24.4. von 14.30 bis 17 Uhr

§  Nachmittagscafé am 12.5. von 15 bis 18 Uhr

§  Scheunencafé am 22.5. von 14.30 bis 17 Uhr

Das Pfarrhaus ist zu den Terminen der Dorfscheune außer am 24.4. geöffnet.

Corona-Hinweis

 

Bitte die jeweils aktuellen Corona-Regeln beachten.

 

Zu Grieshabers Totentanz von Basel (auch der Tod von Basel)

 Die Faszination Grieshabers am Mittelalter bot fruchtbaren Boden für die Darstellung eines Totentanzes. Der Totentanz ist eine Bildfindung des Spätmittelalters. Man definiert ihn als Folge von musizierenden und tanzenden Todesgestalten, die je einen Vertreter des menschlichen Geschlechts zum Tanz bzw. zum Sterben auffordern. Ein Text bringt hierbei eine gewisse Erläuterung des Geschehens. Den Anlass für Totentanzdarstellungen- und texte sieht man heute in den großen Pestseuchen des 14. und 15. Jahrhunderts. Der Totentanz stellt die Ungewissheit der Todesstunde, die Allgegenwärtigkeit des Todes, die Gleichheit aller Menschen und die Unentrinnbarkeit vor dem Tod dar. Das im Mittelalter geläufige Sprichwort „Mitten im Leben sind wir vom Tod umfangen“ kam im Totentanz bildhaft zum Ausdruck. Vitalität und Tod – Totentanz und Lebenslust.

Die heftige Pestepidemie, die 1439 in Basel wütete, soll Anlass für die Entstehung des gegen 60 m langen Totentanzgemäldes gewesen sein, das an der Mauer des Laienfriedhofes des Dominikanerklosters angebracht wurde. Nach 365 Jahren wurde die Freskomalerei 1805 abgetragen. Vielleicht veranlasste Grieshaber gerade die Zerstörung des berühmten Kunstwerkes, das Erbe des Basler Totentanzes an sich zu nehmen und dem Kunstwerk wieder Bestand zu geben.

Grieshaber schnitt die 40 Holzschnitte zwischen Dezember 1965 und Juni 1966. Er formulierte in aktualisierter Form die Botschaft, dass angesichts des Todes alle Menschen gleich sind, welchem Stand sie auch angehören mögen. 1966, auf dem Höhepunkt des „Kalten Krieges“ erscheint sein Werk in Buchform am selben Tag in Leipzig und Essen zum gleichen Preis.